Provinzial-Versicherung rüstet westfälische Feuerwehren mit mobilen Rauchverschlüssen aus Der Angriffstrupp hat den mobilen Rauchverschluss an der Wohnungstür angebracht - Fachbereichsleiterin Edelgard Blümel, Gemeindebrandinspektor Thomas Heckmann und Bürgermeister Rainer Eßkuchen bei der Übergabe des neuen Gerätes
(Bönen/NRW) In enger Abstimmung mit dem Verband der Feuerwehren NRW (VdF NRW) unterstützt die Westfälische Provinzial Versicherung die Feuerwehren mit der Anschaffung von mobilen Rauchverschlüssen im Gesamtwert von rund 200.000 Euro. Denn der mobile Rauchverschluss versetzt die Feuerwehren in die Lage, die Ausbreitung von Brandrauch sehr viel besser als bisher zu kontrollieren und zu begrenzen und Rauchschäden so zu vermeiden. Rauchverschlüsse, so zeigen die zahlreichen Erfahrungen, haben sich im Feuerwehralltag bestens bewährt. Für den Regierungsbezirk Arnsberg wurden am 15. März 311 Rauchverschlüsse für die Wehren des Regierungsbezirks ausgeliefert. Das für die Bönener Feuerwehr bestimmte Exemplar überreichten einen Tag später Bürgermeister Rainer Eßkuchen und die für die Feuerwehr zuständige Fachbereichsleiterin Edelgard Blümel an Gemeindebrandinspektor Thomas Heckmann und Brandoberinspektor Hans-Georg Janz vom Löschzug 1.
Bei Brandeinsätzen in mehrgeschossigen Gebäuden geht die Feuerwehr meist über den Treppenraum vor. Hierbei besteht die Gefahr, dass durch das erforderliche Öffnen von Türen der Rettungsweg für Menschen infolge von Rauchausbreitung gefährdet wird. "Mit einem mobilen Rauchverschluss lassen sich Treppenräume und Flure als Rettungswege für die Selbst- und Fremdrettung rauchfrei halten, Rauchgasvergiftungen vermeiden, kritische Einsatzsituationen entschärfen und Sachschäden mindern", erläutert Gemeindebrandinspektor Thomas Heckmann Diese vielen Einsatzvorteile sind natürlich auch für die Provinzial von besonderer Bedeutung. "Die Anwendung des mobilen Rauchverschlusses hilft uns, die Sicherheit im Einsatzfall deutlich zu erhöhen und die Ausbreitung von Rauch und damit die Höhe der Schäden zu mindern. Die bisherigen Rückmeldungen von Feuerwehren, auch aus anderen Bundesländern, bestätigen deutlich die Vorteile des Einsatzes dieser Rauchverschlüsse. Mit der jetzigen Bereitstellung etwa der Hälfte des Bedarfs an Rauchverschlüssen für alle Feuerwehren in Westfalen machen wir den ersten wichtigen Schritt zu noch mehr Sicherheit für die dort lebenden Menschen", ist Klaus Ross, Leiter der Hauptabteilung Schadenverhütung der Westfälischen Provinzial Versicherung überzeugt. Der Einbau eines Rauchverschlusses ist einfach und kann von einer Person schnell durchgeführt werden. Das Transportmaß eines Rauchverschlusses wurde der Größe eines Schlauchtragekorbes angeglichen, so dass eine Lagerung im Feuerwehrfahrzeug und ein Transport an die Einsatzstelle möglichst einfach sind. Der Einsatz eines mobilen Rauchverschlusses erfordert grundsätzlich keine Änderung des einsatztaktischen Vorgehens der Feuerwehr. Er kann mit oder ohne Überdruckventilation eingesetzt werden. Bislang wurde eine Minderung des sich ausbreitenden Brandrauchs durch die so genannte "Überdruckventilation" und/oder Entlüftung herbeigeführt. „Durch den Einsatz leistungsstarker Ventilatoren wird zwischen dem Treppenraum und dem Brandraum ein relativer Überdruck erzeugt. Mit dem mobilen Rauchverschluss ist nun eine einfache und weitere Möglichkeit bzw. Ergänzung gegeben“ erklärt Brandoberinspektor Hans-Georg Janz, stellvertretender Zugführer des Löschzuges 1. Mit dem von der Provinzial gestifteten Rauchverschluss ist nun der insgesamt dritte mobile Rauchverschluss bei der Bönener Feuerwehr vorhanden. Bereits im letzten Jahr wurden zwei Rauchverschlüsse angeschafft – einer für das in der Schulstraße stationierte Hilfeleistungs-Löschfahrzeug des Löschzuges 1 und einer für das in der Poilstraße stationierte Löschgruppenfahrzeug des Löschzuges 2. Der neue mobile Rauchverschluss wird ab sofort auf dem Tanklöschfahrzeug, das von der Bachstraße zu den Einsätzen ausrückt, verlastet. „ Bei Brandeinsätzen in der Gemeindemitte kann der „Smoke Stopper“ jetzt noch schneller angebracht werden, da in diesem Gebiet, insbesondere östlich der Bahnstrecke, in der Regel das Tanklöschfahrzeug das ersteintreffende Fahrzeug ist“, ergänzt Thomas Heckmann. |