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Neujahrsempfang der Freiwilligen Feuerwehr Bönen am 04.01.2009 PDF Drucken
Alle Jahre wieder lädt die Freiwillige Feuerwehr Bönen Entscheidungsträger, Vereinsvertreter und Repräsentanten zum Jahresempfang in die Aula des Marie-Curie-Gymnasiums, um Rückschau zu halten auf die Ereignisse des vergangenen Jahres.

Am Sonntag fasste Gemeindebrandinspektor Thomas Heckmann die zurückliegenden zwölf Monate zusammen und sprach auch mehrere Punkte an, die den Bönener Brandschützern auf der Seele brennen.

Zum Beispiel das Nachwuchsproblem. Der Niedergang des Ehrenamtes vollzieht sich in Bönen zwar deutlich langsamer als in benachbarten Großstädten wie Dortmund oder Hamm, Halt macht er vor den Toren der Gemeinde aber nicht. Immer weniger Menschen sind bereit, sich ohne eine monetäre Gegenleistung für das Gemeinwohl zu engagieren, was sich auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Bönen bemerkbar macht. "Wir wünschen uns eine stärkere Mitgliederwerbung in den Schulen", machte Heckmann in diesem Zusammenhang deutlich. Er hoffe darauf, dass sich dies in Zukunft ändere - mit Unterstützung durch den Rat und die Verwaltung. Zudem regte er eine Messe für das Ehrenamt an, etwa nach dem Vorbild der in Bönen erfolgreichen Handwerksmesse.

Was die laut Bürgermeister Rainer Eßkuchen "wichtigste Bürgerinitiative Deutschlands" leistet, wurde an den Zahlen deutlich, die Heckmann in der vollbesetzten Aula präsentierte: Rund 200 Einsätze führten die Bönener Wehrleute in ihrem Jubiläumsjahr 2008 durch - vom Klein-, Mittel- und Großbrand bis hin zum Krankentransport durchs Fenster. Betroffen erinnerte Heckmann an die insgesamt sechs Opfer von Unfällen, die 2008 auf der Autobahn 2 in der Nähe von Bönen ums Leben kamen. "Das waren keine gewöhnlichen Einsätze, so etwas zerrt sehr an den Nerven", machte der Feuerwehrchef deutlich.

Auch auf den geplanten Neubau der Feuerwache, die nach der Schieflage des Haushalts verschoben werden muss, kam Heckmann zu sprechen. "Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben", war sein Kommentar. Er sei sich sicher, dass das Projekt nachgeholt werde. "Feuerwehr und Gemeinde waren bisher immer verlässliche Partner."

Folgende Mitglieder der Feuerwehr Bönen wurden befördert, beziehungsweise geehrt: Das silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes NRW für 25-jährige Dienstzeit erhielten Kai Brüggenhorst, Detlev Budde, Karsten Grünewald, Uwe Hasche, Thomas Heckmann, Jürgen Lindemann und Stefan Milk.

Das goldene Ehrenzeichen für 35 Jahre Dienstzeit gab's für Friedhelm Lethaus.

Sonderauszeichnungen des Landesfeuerwehrverbandes für langjährige Mitgliedschaft (50 Jahre) gingen an Willi Bennemann, Winfried Bröker, Karl Lohmann und Friedrich Milk.

Zum Brandinspektor nach bestandenem Zugführerlehrgang am Institut der Feuerwehr wurden Uwe Hasche und Armin Kinnigkeit, stellvertretender Zugführer des Löschzuges II, befördert.

Ehrungen und Beförderungen beim Neujahrsempfang 2009

Im Bild von links nach rechts:

Stellv. Wehrführer Wolfgang Schimmel, Gemeindebrandinspektor Thomas Heckmann, stellv. Löschzugführer LZ II Armin Kinnigkeit (befördert zum Brandinspektor), Kai Brüggenhorst (25 Jahre), Uwe Hasche (25 Jahre, befördert zum Brandinspektor), Löschzugführer LZ II Detlev Budde, Willi Bennemann (50 Jahre), Karsten Gründewald (25 Jahre), Winfried Bröker (50 Jahre), Jürgen LIndemann (25 Jahre), Friedrich Milk (50 Jahre), Stefan Milk (25 Jahre), Karl Lohmann (50 Jahre), Friedhelm Lethaus (35 Jahre) und Bürgermeister Rainer Eßkuchen

Text aus Westfälischer Anzeiger Bönen vom 05.01.2009

Bild: Jörn Bergmann, www.boenen-portal.de

 
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